Ratgeber Blase

Die hier im RATGEBER - Bereich enthaltenen Informationen können keinesfalls eine ernährungsmedizinische Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker ersetzen. Es handelt sich vielmehr um mit großer Sorgfalt zusammengestellte Informationen ganz allgemeiner Art zu den Themengebieten: Anatomie, Ernährung & Literatur-Tipps zur Unterstützung für eine gesunde Blase.

Blasenentzündungen - ein typisches Frauenleiden?

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Urologie leiden Frauen im Schnitt etwa 4-mal häufiger an einer gereizten Blase als Männer. Mediziner wissen, dass dies in der weiblichen Anantomie begründet liegt. Denn die Harnröhre der Frau ist mit einer Länge von nur 4 cm im Vergleich mit der fast 20 cm langen Harnröhre des Mannes erheblich kürzer.

Somit können Bakterien und Keime wesentlich schneller in die Blase eindringen. Darüber hinaus ist der geringe Abstand von Harnröhre, Scheide und After dafür verantwortlich, dass auch körpereigene Darmkeime, wie die E.coli-Bakterien, rasch in die Harnröhre gelangen und sich dort ausbreiten.

Besonders anfällig sind hierzu Frauen in der Schwangerschaft. Grund hierfür ist die Umstellung der Hormone und damit eine Erweiterung der Harnwege. Dadurch gelangen Bakterien schneller in die Blase.

Aber auch in den Wechseljahren sind viele Frauen immer wieder von einer Blasenentzündung betroffen. Auslöser ist hierzu die Veränderung des Hormonspiegels. In der Folge kommt es zu einer schlechteren Durchblutung der Blasenschleimhaut und die Blase wird anfälliger für Keime und Bakterien.

Damit es erst gar nicht zu einem Harnwegsinfekt kommt, ist Vorbeugung sehr wichtig!

5 Tipps zur Unterstützung für eine gesunde Blase:

  1. Zum Durchspülen der Harnwege auf eine ausreichende Trinkmenge achten, mindestens zwei Liter täglich (Mineralwasser, Kräutertee).
  2. Den Körper vor Unterkühlung schützen. Nasse Kleidung so schnell wie möglich, Badeanzüge sofort nach dem Baden wechseln.
  3. Füße immer warm halten, denn kalte Füße führen reflektorisch zu einer Minderdurchblutung des Unterleibs.
  4. Bei Harndrang zur Toilette gehen, Harn nicht lange anhalten. Normal ist 4- bis 6-maliges Wasserlassen pro Tag.
  5. Die körpereigenen Abwehrkräfte durch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärken.

Blasenentzündung

Immer wiederkehrende Blasenentzündungen?

Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und Schmerzen im Unterleib – ein Harnwegsinfekt (im Volksmund häufig als Blasenentzündung bezeichnet) bringt unangenehme Begleiterscheinungen mit sich, gehört jedoch inzwischen zu den häufigsten Frauenleiden. Dies hat einen einfachen Grund, denn durch ihre Anatomie sind Frauen vier Mal so häufig von einer Blasenentzündung betroffen als Männer. Speziell bei großen Temperaturschwankungen, etwa in der sommerlichen Badesaison, treten Harnwegsinfekte deutlich verstärkt auf.

Blasenentzündungen entstehen dabei durch ganz unterschiedliche Auslöser: Während die herkömmliche Blasenentzündung z.B. durch kalte Temperaturen oder nasse Badekleidung begünstigt wird, gelangen bei der Honeymoon-Cystitis oder Flitterwochen-Zystitis Keime durch häufigen Geschlechtsverkehr in die Harnröhre und besiedeln in der weiteren Folge rasch die Blasenschleimhaut, wo sie meist zu Entzündungen führen.